Wir zeigen Euch unsere Auswahl queerer Lang- und Kurzfilme. Gemeinsam ist diesen Filmen allen, dass QUEER dabei kein Abgrenzungsmerkmal ist, sondern die Einzigartigkeit der Perspektiven verdeutlicht, aus der sich jeder Film auf ganz eigene und einzigartige Weise mit universell menschlichen Themen wie Erwachsenwerden, Identität oder auch Elternschaft beschäftigt.
Denn es ist wichtig, dass alternative Perspektiven gezeigt werden. Rechtspopulist*innen auf der ganzen Welt möchten alternative Lebensweisen und -welten verschwinden lassen und an den Rand drängen. Gewalt, Gefängnis und Folter sind in Teilen der Welt immer noch Alltag im Leben von LGBTIQ*-Menschen und selbst in Europa sind Minderheiten für Teile der Gesellschaft wieder scheinbar legitime Ziele von Aggression und Hass geworden.
Wir möchten mit unserem Festival dazu beitragen, dass alternative Perspektiven nicht verschwinden, sondern als lebendige und gleichberechtigte Sicht- und Lebensweisen in der Gegenwart existieren.
Wofür wir stehen
Gegründet 2015, ist das QFFM | Queer Film Festival München eine unabhängige filmische Institution, die die Diversität auf der Kinoleinwand fördert und Filme abseits des hetero- und homonormativen Kinos zeigt. Mit seiner Filmauswahl hinterfragt das Festival Stereotypen und rückt intersektionale queere Perspektiven und Ästhetiken in den Vordergrund.
Die Frage, wer in der Filmlandschaft wen auf welche Weise darstellt und welche Konnotationen sich daraus ergeben, ist zentral für den Kurationsprozess. Das Festival überschreitet aber die Ebene der reinen Repräsentationsfrage und versteht sich als Plattform für Filmemacher*innen, die Queerness als politischen, solidarischen und widerständigen Begriff lesen und leben. Die am Festival präsentierten Arbeiten erforschen diverse Lebensentwürfe und Formen sexuellen Ausdrucks. Sie stellen nicht zuletzt infrage, was als konventionell oder „normal“ gültig ist.
Dass Queerness neu wäre und die prekäre Situation normal, man daher für jeden Millimeter Freiheit lange verhandeln muss, gehört in die uralte Trickkiste konservativer Dominanzgesellschaften. Queere Geschichte steht in keinem einzigen verpflichtenden Lehrplan. Mit seinem Festivalprogramm, aber auch verschiedenen Screenings und Diskussionen über das Jahr hinweg, speziellen Vorstellungen für Schulklassen und Weiterbildungsangeboten setzt das QFFM dem institutionalisierten Unwissen künstlerische Entwürfe möglicher Welten und Freiheiten entgegen.
Das Festival ist ein Projekt der Queer Culture e.V., einem eingetragenen gemeinnützigen Verein, der sich aus Personen unterschiedlicher Bereiche des queeren Lebens zusammensetzt. Ziel des Vereins ist es, mit seinen kulturellen Angeboten einen öffentlichen Raum intellektueller, emotionaler und handlungsorientierter Auseinandersetzungen zu schaffen.
