6. QUEER FILM FESTIVAL MÜNCHEN | QFFM

Queerness als Transgression / Queerness als Widerstand

Unter dem Begriff der Toleranz und #loveislove hat die LGBTQIA*-Community an Sichtbarkeit gewonnen. Queerness ist aber nicht einfach eine Besetzung des bürgerlichen Konzepts der Liebe mit neuem Personal. Queerness ist politisch. Sie überschreitet die Grenze zwischen erlaubt und unerlaubt und unterminiert Vorstellungen des Konventionellen. Unsere Filme erzählen genau das: Sie zeigen diverse Formen von Begehren und Liebe, zum Beispiel in Rebel Dykes, der von lesbischem, transpositivem Punkwiderstand im London der 1980er-Jahre erzählt, Shiva Baby, der von einer bisexuellen Jüdin in New York handelt oder Passion, in dem es um BDSM, Sexualität und Religion geht. Wir suchen nach neuen Formen des Zusammenlebens, zum Beispiel Schwesternschaft im utopischen Musikvideo Ladies und im Spielfilm Shirley, der sich inspiriert von der Autorin Shirley Jackson damit auseinandersetzt, wie sich die Dynamiken verschieben, als ein zweites Paar zu ihr und ihrem Mann zieht. Nicht zuletzt geht es aber auch um Identität, zum Beispiel im Film Valentina, in dem eine jugendliche trans Person für ihre Rechte kämpft. Sie machen so eine andere Welt denkbar und vielleicht für die einen oder anderen zugänglich.

Unser Programm ist aktivistisch. Wir kämpfen für queere Repräsentation jenseits stereotyper Vermarktung und für intersektionale Perspektiven. Deshalb möchten wir auch besonders das queere Kurzfilmprogramm des Berliner Kollektivs Queer Asia hervorheben. Wir freuen uns darauf, die Filme mit euch gemeinsam zu sehen und zu diskutieren.

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