LABOR

LABOR

© TFC

LABOR

Regie—Tove Pils
Dokumentarfilm, SWE 2023—96min—18+

Schwedische/Englische Originalversion mit englischen Untertiteln

FILMPATE

Tove Pils eindrucksvolle Dokumentation über das Leben queerer Sexarbeiter*innen in San Francisco.

Körnige Aufnahmen eines großen, geschlossenen Auges. Im Hintergrund ein Keuchen, dumpfes Dröhnen, die Kamera streicht langsam über das Gesicht. Auch das andere Augenlid ist gesenkt, es verschwindet in tiefem Schatten. Eine Stimme setzt ein, sie sagt: Dies ist nicht meine Stimme. Sie sagt: Wo ich herkomme, ist es ein Risiko, in einem solchen Film aufzutreten.

Die Stimme gehört Hanna, die anonym bleiben möchte. Auf der Suche nach sexueller Befreiung zieht sie aus ihrem kleinen Heimatort in Schweden nach San Francisco. Dort begegnet sie bald Cyd und Chloe, die als Escort und professionelle Domina ihr Leben verdienen und die sie in die Welt der Sexarbeit einführen. Mit großer Zärtlichkeit und Intimität versammelt diese Dokumentation – an der Regisseurin Tove Pils über 10 Jahre gearbeitet hat – in Form von Gesprächen ihre Zeugnisse über das Leben in der Sexindustrie und nähert sich behutsam den Figuren, ihren Gesichtern zwischen Licht und Schatten.