© CREAS FILMS
TAN INMUNDA Y TAN FELIZ
SO FILTHY AND SO HAPPY
Regie—Edwin Oyarce
Dokumentarfilm, CHL 2022—87min—18+
Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Rasantes Biopic über die chilenische Drag-Ikone Hija de Perra.
Leben und Werk Hija de Perras, der queeren chilenischen Drag-Ikone, die sich selbst immer wieder als beunruhigende Kreuzung zwischen Divine und Nina Hagen darstellte. So Filthy and So Happy versammelt einen regelrechten Schatz an Archivaufnahmen der 2014 verstorbenen Künstlerin – und der Titel ist Programm. Mit mephistophelisch überzeichneten Zügen und lustvoll-hysterischem Gestus lacht Hija de Perra der repressiven Ordnung ins Gesicht. Ihre medusenhaften Performances weiden sich an all den Attributen, mit denen die Gesellschaft jene brandmarkt, die sich ihrem Zugang entziehen – sie weiden sich am Schmutzigen, Obszönen und Grotesken – und inszenieren darin eine regelrechte Dissidenz des ‚Abschaums‘. „Meine Absicht“, so bekennt Hija de Perra schon zu Filmbeginn mit verspieltem Sadismus, „ist das Trauma.“
Edwin Oyarce setzt Hija de Perra mit seinem Film, der neben Abschiedsbrief und ritueller Dämonenbeschwörung nicht zuletzt ein Film über das queere Filmschaffen selbst ist, ein ebenso zärtliches wie anarchisches Denkmal, das vor queerer Sprengkraft und Lebensfreude nur so sprüht.

